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19. Bundesjugendtag der dbb jugend in Berlin

Update für den öffentlichen Dienst!

Tolles Team: Die Delegierten des Bundesjugendtags 2022 vor dem Ernst-Reuter-Haus in Berlin.

 

Am 6. und 7. Mai 2022 kamen in Berlin mehr als 200 Delegierte aus ganz Deutschland zum 19. Bundesjugendtag der dbb jugend zusammen. Der Bundesjugendtag ist höchstes Beschlussgremium der gewerkschaftlichen Jugendorganisation und tagt alle fünf Jahre, um die Bundesjugendleitung zu wählen und die politischen Schwerpunkte für die neue Legislaturperiode zu beschließen. Die jungen Beamtinnen, Beamten und Arbeitnehmenden wählten Matthäus Fandrejewski aus der komba jugend zum neuen Vorsitzenden der dbb jugend und machten insbesondere gegenüber ihren Gästen aus der Politik deutlich: Deutschlands öffentlicher Dienst braucht dringend ein Update!

Deutschlands öffentlicher Dienst muss grundlegend modernisiert werden, sonst wird sich der Nachwuchs vom Staat abwenden, warnt die dbb jugend. „Sowohl in gesellschaftspolitischer Hinsicht als auch als Arbeit- und Dienstgebender braucht der öffentliche Dienst dringend ein Update, wenn der Staat das Vertrauen insbesondere der jungen Menschen nicht verspielen will“, sagte Matthäus Fandrejewski unmittelbar nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden der dbb jugend durch den Bundesjugendtag am 6. Mai 2022 in Berlin.

Bürger und Beschäftigte leiden unter Schwerfälligkeit des Staats

Insbesondere die Corona-Pandemie habe erschreckende Defizite bei der Reaktionsgeschwindigkeit und Krisenfestigkeit des Staats aufgezeigt, erläuterte Fandrejewski: „Das lag nicht an den Beschäftigten, die mit hoher Motivation und großem Engagement ihre Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Wir haben vielmehr die Strukturmängel vor Augen geführt bekommen, die jahrzehntelange Sparpolitik auf der einen und massiver Aufgaben- und Bürokratieaufwuchs auf der anderen Seite produzieren. Die Kolleginnen und Kollegen leiden ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger unter dieser Schwerfälligkeit und geringen Agilität des Staats. Der macht insbesondere bei den Jüngeren nicht nur als Dienst- und Arbeitgebender einen schlechten Eindruck, sondern auch bei allen jungen Menschen, für die digital selbstverständlich ist, die beim Staat aber auf Neandertal treffen.“

dbb Chef Silberbach: „Laufbahnen statt Laufstall“

dbb Chef Ulrich Silberbach unterstrich die Warnung des dbb jugend Vorsitzenden: „In den kommenden Jahren gehen hunderttausende Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand. In Anbetracht der schon heute bestehenden Personallücke von mehr als 300.000 Beschäftigten muss der Staat schleunigst aus seinem Dornröschenschlaf erwachen und sich im Wettbewerb um die besten Köpfe als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Das schafft man nur mit modernen Arbeitsbedingungen, zeitgemäßer technischer Ausstattung und echten Perspektiven. Wer immer noch Spitzenplätze bei befristeten Arbeitsverhältnissen belegt und Laufställe als Laufbahnen verkaufen will, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, so Silberbach. Der dbb Bundesvorsitzende gratulierte dem neuen dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski zur Wahl. Der 32-Jährige ist ebenso wie Silberbach Mitglied der komba gewerkschaft und seit 2013 Vorsitzender der CESI Youth, Jugendorganisation des europäischen dbb Dachverbands CESI (Confédération Européenne des Syndicats Indépendants). Er folgt auf Karoline Herrmann, die seit 2017 an der Spitze der dbb jugend stand.
An die Seite des neuen dbb jugend Vorsitzenden Matthäus Fandrejewski, der qua Amt auch Mitglied der dbb Bundesleitung ist, wählte der Bundesjugendtag Sandra Heisig von der DSTG-Jugend (Deutsche Steuer-Gewerkschaft) als 1. Stellvertretende Vorsitzende sowie Daria Abramov (komba jugend - komba gewerkschaft), Claudio Albrecht (GDL-Jugend - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) und Toni Nickel (Junge Polizei - Deutsche Polizeigewerkschaft) als weitere stellvertretende Vorsitzende der Bundesjugendleitung. Sie übernehmen die Mandate der bisherigen Bundesjugendleitungsmitglieder Liv Grolik, Philipp Mierzwa, Marcel Oehm und Florian Schütz, die gemeinsam mit Ex-dbb jugend Chefin Karoline Herrmann mit großem Dank und viel Applaus verabschiedet wurden.

 
     
Staffelübergabe: Die bisherige Bundesjugendleitung mit Marcel Oehm, Karloline Herrmann, Liv Grolik und Florian Schütz (v.l., es fehlt Philipp Mierzwa) übergab die Führung der dbb jugend an Daria Abramov, Matthäus Fandrejewski, Sandra Heisig, Claudio Albrecht und Toni Nickel (v. l.).

 

Digitalisierung, Nachwuchs, Schutz: Politik sagt Unterstützung zu

Um insbesondere der Politik aufzuzeigen, wie sich die jungen Beschäftigten den öffentlichen Dienst der Zukunft vorstellen, lud der Bundesjugendtag unmittelbar nach den Wahlen zur Öffentlichen Veranstaltung. Gleich drei Parlamentarische StaatssekretärInnen hatten sich angemeldet, um dem Berufsnachwuchs ihre Unterstützung zuzusichern. Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, lobte die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes: „Sie sind die Visitenkarte einer Gesellschaft!“ Nur mit einer funktionierenden öffentlichen Verwaltung ließen sich Vertrauen in den Staat schaffen, Bürgerrechte leben und Zusammenhalt fördern, sagte Deligöz und betonte mit Blick auf ihr Geburtsland Türkei, dass dies nicht überall auf der Welt selbstverständlich sei. „Bitte bleiben Sie dabei, wir brauchen Sie!“, so die Staatssekretärin. Der Forderung der dbb jugend nach mehr und schnellerer Digitalisierung stimmte Deligöz vorbehaltlos zu. „An Wissen und Erkenntnissen fehlt es uns nicht, uns fehlt es an Umsetzung und Gestaltung.“ Deswegen sei sie ganz an der Seite der dbb jugend: „Es gibt eine verlässliche Politik, die Ihnen Rückendeckung gibt, denn ohne Sie könnten wir schließlich gar keine Politik machen. Ich stehe hinter ihnen“, so Deligöz.

Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium des Innern und für Heimat, überbrachte Grüße und Glückwünsche von Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Saathoff betonte, dass die Bundesregierung die attraktivere Gestaltung des öffentlichen Dienstes und dessen Modernisierung ganz bewusst an den Anfang ihres Koalitionsvertrags gesetzt habe. „Wir müssen an der Spitze der Entwicklung neuer Standards stehen, und Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung sind dabei zwei Seiten derselben Medaille“, so Saathoff. Ziel der Modernisierung müssten spürbare Erleichterungen im Alltag für alle an Verwaltung Beteiligten sein. Dazu zählten selbstverständlich auch die Beschäftigten. Sie gelte es, digital zu befähigen und ihnen zugleich deutlich attraktivere Arbeits und Beschäftigungsbedingungen zu bieten. „Diversitätsmanagement, gutes Onboarding, gute Work-Life-Balance – all das muss künftig zum Standard werden“, erläuterte der Staatssekretär und räumte ein: „Die Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung stellt uns vor große Herausforderungen. Das hohe Leistungsniveau in der Verwaltung können wir nur mit hochmotivierten und qualifizierten Kolleginnen und Kollegen halten.“ Die demografische Entwicklung mache diese Herausforderung noch einmal größer, und man wolle sich mit der Entwicklung einer Dacharbeitgebermarke Bund verstärkt um den Berufsnachwuchs bemühen, kündigte Saathoff an.

Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, zeigte auf, wie wichtig ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst insbesondere in Krisen- und Katastrophenzeiten sei. So habe der aktuelle Krieg in der Ukraine wirtschaftliche, soziale und humanitäre Folgen, die auch Deutschland unmittelbar beträfen. Auch die Corona-Pandemie präge das Land noch stark, und digitaler Wandel, ökologischer Umbau und die Abkehr von fossilen Rohstoffen seien weitere Zukunftsaufgaben, die insbesondere der öffentliche Dienst schultern müsse. In Anbetracht des allgemeinen Fachkräftemangels werde es große Anstrengungen brauchen, um eine aufgabengerechte Personalausstattung zu erreichen. „Aktuellen Untersuchungen zum Fachkräftemangel zufolge werden wir in Deutschland bis 2026 eine halbe Million Arbeitsplätze mehr zu besetzen haben als Arbeitskräfte verfügbar sein werden. Damit steht der öffentliche Dienst als Arbeitgeber in zunehmender Konkurrenz bei der Nachwuchsgewinnung. Wir müssen uns richtig anstrengen, müssen Arbeits- und Organisationskultur modernisieren“, forderte Gebers und warnte: „Der Fachkräftemangel darf nicht zur Bremse für die Modernisierung unseres Staats werden.“ Es gelte, Themen wie bessere Vereinbarkeit, Zuwanderung, Weiterbildung und Nachholen von Berufsabschlüssen verstärkt voranzutreiben.

   
         
Gleich drei Parlamentarische StaatssekretärInnen sicherten der dbb jugend und ihren Anliegen Unterstützung zu: Ekin Deligöz vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Johann Saathoff, aus dem Bundesministerium des Innern und für Heimat und Leonie Gebers vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (v. l.).

Beschäftigte besser schützen, Strafverfolgung beschleunigen

In drei Diskussionspanels erörterten junge Beschäftigte aus den Reihen der dbb jugend mit Innenpolitik-Experten aus dem Bundestag Kernthemen, die dem Berufsnachwuchs auf den Nägeln brennen.
Bundespolizist Manuel Ostermann und Zugbegleiterin Franziska Pudlich machten anhand eigener Erfahrungen mit Attacken auf Bedienstete deutlich, dass Gewalt gegen Beschäftigte ein tagesaktuelles Dauerthema ist, das dringend wirkungsvoll angegangen werden muss. Ostermann berichtete, wie ihm ein „mit allen möglichen Krankheiten Infizierter“ bei einem Kontakt im Kölner Hauptbahnhof direkt in den Mund gespuckt habe. Pudlich erzählte, wie sie kürzlich im ICE in einer Diskussion zum Thema „Maske“ von sechs Männern gleichzeitig in die Enge gedrängt worden sei. Hilfe kam von anderen Mitreisenden, „aber das ist auch nicht immer so“, so die junge Zugbegleiterin.
Einhellig stellten sich Marcel Emmerich (Bündnis 90/Die Grünen) und Christoph de Vries (CDU) an die Seite der Beschäftigten erteilten jeglicher verbalen und tätlichen Gewalt gegen sie eine klare Absage. „Der öffentliche Dienst ist das Gesicht des Staates und Garant für Sicherheit, insofern hat Staat auch eine Garantenpflicht für die Sicherheit der Beschäftigten, eine Fürsorgepflicht“, stellte de Vries klar. Gute Ausrüstung, gute Ausbildung, Schutzvorrichtungen und gegebenenfalls auch der Einsatz von Sicherheitsdiensten gehörten dazu – „das sind alles Dinge, die man machen kann und muss“. Marcel Emmerich bestärkte ebenso wie de Vries die jungen Beschäftigten in ihrer Kritik an der mangelhaften Strafverfolgung von Delikten gegen Beschäftigte – denn diese sei trotz der Erhöhung des entsprechenden Strafmaßes vollkommen wirkungslos, weil die Justiz personell bedingt überhaupt nicht mehr hinterherkomme: „Der Tat muss die Strafe auf dem Fuß folgen,“, forderte Emmerich, „sonst ist der Lerneffekt nicht groß genug. Nur Strafverschärfungen reichen nicht, Justiz muss sie auch schnell durchsetzen. Es sind die Menschen im öffentlichen Dienst, die Verantwortung tragen und Tag und Nacht unterwegs sind, das kann man nicht hoch genug einschätzen.“ De Vries sagte, „ich finde schon, dass Menschen, die für Staat arbeiten, auch privilegiert sein sollten, wenn es um die strafrechtliche Behandlung solcher Vorfälle geht“. Bundespolizist Manuel Ostermann machte deutlich: „Wenn Sie wirklich helfen wollen, müssen Sie dafür sorgen, dass die rechtsstaatlichen Verfahren auch zügig umgesetzt werden.“ Zugbegleiterin Pudlich forderte deutlich mehr Wertschätzung für das Zugpersonal. „Anstatt immer nur über Züge, Schienen, Gewinne und Verluste zu diskutieren, sollte man sich lieber Mal hinter die Menschen stellen, die dafür sorgen, dass die Züge rollen und die Reisenden begleiten – bei Sturm, in der Pandemie, tags und nachts.“

Digitalisierung vorantreiben, Präsenzkultur überdenken

Janna Melzer aus der hessischen Landesverwaltung und Lehrerin Susann Meyer aus Mecklenburg-Vorpommern diskutierten mit Marcel Emmerich und Konstantin Kuhle (FDP), wie es mit der Digitalisierung im öffentlichen Dienst endlich flächendeckend vorangehen könne. Lehrerin Meyer erläuterte, dass der aufgrund der Pandemie erhoffte digitale Wandel zumindest an ihrer Schule bislang leider ausgeblieben sei und „die grüne Tafel“ immer noch die Regel sei. Zwar seien einige Tablets angeschafft worden, aber um digitale Lehrmittel zu benutzen, „brauchen wir natürlich auch eine entsprechende Netzanbindung, und die haben wir bis heute nicht“, so Meyer. Auch Melzer berichtete, dass an ihrem Arbeitsplatz im hessischen Digitalministerium zwar bereits eine sehr gute Digitalausstattung und -arbeit vorhanden sei, sie aber während der Pandemie insbesondere auf kommunaler Ebene mit Blick auf Technik und Prozessgestaltung „teilweise Gruseliges erlebt“ habe, „teilweise 15 Jahre alte Technik, die Leute sind mit Stapeln von Akten unterm Arm zwischen Homeoffice und Büro gependelt“. Mittlerweile gäbe es diese Zustände freilich nicht mehr, „und jetzt müssen wir uns fragen, ob wir die Zeit einfach wieder zurückdrehen oder die Moderne weiter vorantreiben“, so Melzer. Wenn es nach Marcel Emmerich und Konstantin Kuhle geht, soll es künftig auf jeden Fall ein Recht auf Homeoffice geben. „Das muss natürlich so ausgestaltet werden, dass es für alle funktioniert, natürlich können Polizisten oder Zugbegleiter kein Homeoffice machen.“ Aber grundsätzlich wolle man, dass künftig die Arbeit- und Dienstgebenden nachweisen müssten, warum mobiles Arbeiten bzw. Homeoffice nicht möglich sein soll, so Kuhle. Marcel Emmerich ergänzte: „Mobiles Arbeiten und Homeoffice sind unbedingt ein Gewinn, den wir bewahren müssen. Künftig brauchen wir einen gut ausgestalteten Mix, der auch Arbeits- und Datenschutz ausreichend Rechnung trägt.“ Dringende Aufgabe, darin zeigten sich alle Diskutierenden einig, müsse es jedoch nun zunächst sein, überhaupt erst einmal flächendeckend die technischen Voraussetzungen für eine digitale Transformation zu schaffen. „So lange Geräte fehlen und Netzanbindungen nicht vorhanden sind, schreiben wir weiter mit Kreide an die Tafel“, so Susann Meyer. Flankiert werden müsse die technische Initiative von einem bewusst vorangetriebenen Wandel der im öffentlichen Dienst noch weit verbreiteten Präsenzkultur. Noch immer misstrauten viele Vorgesetzte dem Homeoffice, wusste Janna Melzer zu berichten, Anträge auf Homeoffice würden blockiert, verschleppt. Konstantin Kuhle sprach sich dafür aus, hier mit verstärkten Fortbildungen gegenzusteuern und zeigte sich optimistisch, dass jüngere Führungspersönlichkeiten aufgrund ihrer modernen Ausbildung derlei Vorbehalte schon nicht mehr hätten.

   
         
In Diskussionsrunden mit Innenpolitikern aus dem Bundestag adressierten Mitglieder der dbb jugend aktuelle Themen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und Gewalt gegen Beschäftigte.

Fachkräftemangel: Befristungen abschaffen, Vielfalt stärken

Hakan Demir (SPD), stellvertretender Sprecher der AG Migration und Integration in der SPD-Bundestagsfraktion, und wiederum CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries stellten sich im Gespräch mit dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski, Verwaltungsangestellter, und Melissa Luck, Beraterin bei der Agentur für Arbeit, der Herausforderung Fachkräftemangel. Luck berichtete vom Befristungs-Unwesen im öffentlichen Dienst. So liefen bei der Agentur für Arbeit nun beispielsweise alle befristeten Arbeitsverhältnisse aus, die man in der Pandemie zur Bewältigung der Kurzarbeitsanträge geschaffen hatte. „Das Problem ist, dass wir ja vorher schon ziemlich unterbesetzt waren und die Arbeit ja jetzt nicht schlagartig weniger wird“, so Luck. Dann werde in Kürze wieder festgestellt, dass man neue Leute brauche, die dann erst wieder gesucht und eingearbeitet werden müssten. „Total sinnlos“, so Luck. Dem Appell von Christoph de Vries, der öffentliche Dienst müsse flexibler sein und sein Personal bei Belastungsspitzen fallweise auch einmal von der einen in die andere Behörde versetzen, erteilte die junge Beschäftigte eine klare Absage: „Wir sind Fachleute und jeweils speziell qualifiziert. Ich bin der Meinung, dass der öffentliche Dienst jederzeit krisenfest sein muss, deswegen brauchen wir überall einen gut ausgebildeten beständigen Personalstamm. Man kann Beschäftigte nicht einfach ohne Qualifikation umsetzen in andere Behörden“, machte Luck deutlich. Augenmerk müsse künftig eindeutig auf die Gewinnung von Berufsnachwuchs gelegt werden, betonte auch dbb jugend Chef Fandrejewski und wurde darin von Hakan Demir und Christoph de Vries unterstützt. „Es muss in Köpfe, dass der Staat ein toller spannender Arbeitgeber ist“, so Fandrejewski. Hemmnisse sieht er einerseits etwa bei der sperrigen Anerkennung und Honorierung von Bildungsabschlüssen in den Bezahlsystemen des öffentlichen Dienstes, auch in Fort- und Weiterbildung werde zu wenig investiert, viel zu selten würden dem Nachwuchs konkrete Entwicklungsperspektiven aufgezeigt, wohingegen es beispielsweise in der freien Wirtschaft ausformulierte Entwicklungspläne für Berufsstarter gebe. „Ich persönlich war nach zwei Jahren im mittleren Dienst als junger Mensch quasi am Ende der Fahnenstange angekommen – das geht doch nicht!“, sagte Fandrejewski, der dann aus Eigenantrieb eine akademische Ausbildung aufnahm, ohne zu wissen, ob ihm diese im Dienst überhaupt ein Fortkommen bringen wird. Besser adressieren müsse der Staatsdienst auch junge Menschen mit Migrationsgeschichte. „Wir lassen da viel zu viele ‚liegen‘“, kritisierte Fandrejewski, und im Ergebnis fühlten sich viele Menschen in Deutschland mit anderem kulturellen Hintergrund eben nicht angesprochen vom Staat, dessen Beschäftigte einfach nicht so aussähen wie sie selbst. Hakan Demir führte die Berliner Polizei als gutes Gegenbeispiel hierzu an – hier habe man es mit entsprechender zielgruppengenauer Ansprache geschafft, den Migrationsanteil der Beschäftigten sichtbar zu erhöhen. Systematische Hemmnisse, die sich etwa in Bewerbungsstrukturen und -prozessen verbergen, müssten zudem aufgedeckt und ausgeräumt werden, so Demir. Christoph de Vries wies mit Blick auf die Arbeitskräftegewinnung im öffentlichen Dienst darauf hin, dass das Attraktivitätsmerkmal Arbeitsplatzsicherheit aufgrund des demografischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile kein richtiger Wettbewerbsvorteil des Staats mehr sei: „Aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels sind mittlerweile nahezu alle Arbeitsplätze sicher. Deswegen muss sich der Staat jetzt sehr genau überlegen, wie er wettbewerbsfähig bleiben will. Bessere Bezahlung, vor allem bei gleichwertigen Berufen wie etwa im medizinischen Bereich oder in der IT, mehr Wertschätzung, regelmäßige Feedbacks, Fortkommens-Perspektiven, Work-Life-Balance – das sind die Punkte, die wir bearbeiten müssen.“

Antragsberatungen: Der zweite Tag des Delegiertentreffens stand ganz im Zeichen der Antragsberatungen. Hier legten die rund 200 Delegierten die Leitlinien für die politische Arbeit der dbb jugend in den kommenden fünf Jahren fest.

Antragsberatungen: Volles Programm für die nächsten fünf Jahre

Nach einer wohlverdienten Partynacht machten sich die Delegierten am nächsten Tag engagiert wieder an die Arbeit und berieten und beschlossen weit mehr als 100 Anträge an den Bundesjugendtag. Insbesondere die drei verabschiedeten Leitanträge zeigen die Linien auf, die die dbb jugend in den kommenden fünf Jahren verfolgen wird – volles Programm! Insbesondere die drei verabschiedeten Leitanträge zeigen die Linien auf, die die dbb jugend in den kommenden fünf Jahren verfolgen wird.
In der digitalen Transformation der Verwaltung sieht die dbb jugend die Zukunftsaufgabe des öffentlichen Dienstes schlechthin. „Es ist wird Zeit für einen Sprung nach vorne. Es wird Zeit, mutig zu sein und den öffentlichen Dienst in die Zukunft zu befördern“, heißt es im Leitantrag Nr. 1 unter der Überschrift „Zeit für ein Update. Mehr Mut zu Veränderungen!“ Das digitale Leben und Arbeiten sei für die Jugend nahezu selbstverständlich, doch spiegele sich diese Realität nur unzureichend im öffentlichen Dienst wider, heißt es in dem Papier. „Viel zu oft entspricht der technische Standard an den Arbeitsplätzen nicht dem Stand der Zeit“, lautet das ernüchternde Urteil des Berufsnachwuchses. Gefordert seien „schnelles Breitband-Internet und miteinander vernetzte, intuitive und intelligente Ausstattung für die Beschäftigten und Auszubildenden“, begleitet von „lebensbegleitendem Lernen und an die neuen Begebenheiten angepassten Ausbildungen“ mit Fächern wie E-Government und IT. Zudem müssten neue Schwerpunkte auf die zu vermittelnden Kompetenzen gelegt werden: Soft Skills wie Selbst- und Sozialkompetenz, kooperatives und vernetztes Arbeiten sowie der Erwerb von Sprachen müssen laut dbb jugend einen festen Platz in der Ausbildung von morgen bekommen. Auch die Risiken der Digitalisierung gelte es bei allen Chancen zu berücksichtigen, mahnt die dbb jugend, es brauche „Schutzmaßnahmen vor Überlastung und Selbstausbeutung. Die Arbeitgeber*innen der Zukunft achten ganzheitlich auf das Wohl der eigenen Mitarbeiter*innen und Auszubildenden.“

Klare Absage: Schluss mit Sparen im öffentlichen Dienst!

Eine klare Absage erteilt die dbb jugend weiteren Sparrunden im öffentlichen Dienst: „Die Politik muss mehr in den Staat und seine Beschäftigten investieren“, fordern die jungen Beschäftigten und lehnen einen weiteren Stellenabbau konsequent ab. Gebraucht werde ein starker und gut bezahlter Personalkörper, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können. „Dies beinhaltet eine vorausschauende und moderne Personalplanung, um trotz des demografischen Wandels und der häufig regen Personalfluktuation Engpässe zu verhindern und Überlastungen zu vermeiden. Sie muss sich an dem tatsächlichen Bedarf der Verwaltung orientieren, der sich durch die objektiv vorhandenen Aufgaben und der Personalbestandsentwicklung der nächsten Jahre definiert und nicht haushaltspolitischen Vorgaben unterliegen darf.“
Befristete Arbeitsverhältnisse beim Staat lehnt die dbb jugend ebenfalls ab und macht deutlich, dass ein starker Staat seine Beschäftigten fair bezahle und sie mit den
gleichen Maßstäben behandele. „Im Beamtenbereich setzt sich die dbb jugend daher für ein einheitliches Beamtenrechtsrahmengesetz und eine bundeseinheitliche Besoldung ein, damit Abwerbungen zwischen den Bundesländern, beispielsweise bei den Lehrkräften, vorgebeugt wird und damit gleiche Tätigkeit auch gleicher Sold bedeutet.“

Gemeinsam stark – Bundesjugendleitung und Jugendpolitische Kommission der dbb jugend (v. l.): dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski, Janna Melzer (DVG Jugend), dbb jugend Vize Daria Abramov, Anne Klotz (Junger DBSH), Maximilian Schmieding (Junge Philologen), dbb jugend Vize Claudio Albrecht, Michael Haug (Junge Polizei), Tim Lauterbach (BDZ Jugend), dbb jugend Vize Sandra Heisig, Dominik Konther (Gewerkschaft der Sozialverwaltung), dbb jugend Vize Toni Nickel und Alexander Lipp (Junger VBE).

Kein Platz für Extremismus und Menschenfeindlichkeit

Ein klares Statement gibt es von der dbb jugend auch in Sachen Extremismus, Demokratie- und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: „Der Staat muss jeder extremistischen Strömung nachgehen, die die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland infrage stellt, auch unter seinen eigenen Beschäftigten.“ Ausdrücklich fordert die gewerkschaftliche Jugendorganisation, dass der öffentliche Dienst die vielfältiger werdende Gesellschaft abbilden und entsprechend diverser werden muss.

Ehrenamt ermöglichen, fördern und anerkennen – auch im Berufsalltag

Die dbb jugend will sich verstärkt für die Ermöglichung und Förderung von mehr ehrenamtlichem Engagement und Mitbestimmung einsetzen und fordert eine stärkere Einbindung der jungen Menschen in politische Entscheidungsprozesse: „Junge Menschen sollen in ihrem späteren Leben nicht die Konsequenzen von Entscheidungen tragen müssen, an denen sie nicht aktiv teilhaben konnten“, stellt die dbb jugend klar. Auch im Berufsalltag müssten die Perspektiven und Kompetenzen der jungen Beschäftigten in Sachen Ehrenamt stärker einbezogen werden: „Nur wer offen für Neues und damit für die Bedürfnisse der Jugend ist, wird das Rennen um die besten Köpfe gewinnen.“

Jugenpolitische Kommission neu besetzt

Mit einer Sitzung des Bundesjugendausschusses und der Wahl der Jugendpolitischen Kommission ging der 19. Bundesjugendtag der dbb jugend schließlich am 7. Mai 2022 zu Ende. Die Jugendpolitische Kommission wird zur Unterstützung der Bundesjugendleitung vom Bundesjugendausschuss eingesetzt. Sie besteht aus sieben besonders erfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus den Reihen der dbb jugend und beteiligt sich an der inhaltlichen Schwerpunktarbeit. In Berlin wählte der Bundesjugendausschuss die neuen Mitglieder des Gremiums: Vorsitzender ist Maximilian Schmieding (Junge Philologen), sein Stellvertreter Michael Haug (Junge Polizei). Weitere Mitglieder sind Alexander Lipp (Junger VBE), Anne Klotz (Junger DBSH), Dominik Konther (Gewerkschaft der Sozialverwaltung/dbbj Bayern), Janna Melzer (DVG Jugend/dbbj hessen) und Tim Lauterbach (BDZ Jugend). Ende

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European Apprentice Network (EAN): Azubi-Gipfel in Barcelona

Eine Stimme für den Berufsnachwuchs

„Gipfeltreffen“ in Barcelona: Am 24. und 25. März 2022 kamen in der spanischen Metropole am Mittelmeer Auszubildende aus ganz Europa zum European Apprentice Network (EAN) zusammen. Das europäischen Auszubildenden-Netzwerk der Europäischen Kommission findet seit 2017 statt und zielt darauf ab, den Berufsnachwuchs in den Mitgliedstaaten zu fördern. In diesem Jahr stand das EAN in Barcelona unter dem Schwerpunkt „„The voice of apprentices“ – im Zentrum des Interesses standen die Einbeziehung von Lernenden in die Gestaltung, Steuerung und Einführung von Ausbildungsprogrammen und ihre Vertretung auf nationaler Ebene. Die Europäische Kommission möchte mit dem EAN, das sie gemeinsam mit der EAfA (European Alliance for Apprenticeships - eine Allianz von Unternehmen, Behörden, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, die sich in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission für qualitativ hochwertige Ausbildung und gerechte Rahmenbedingungen für Auszubildende einsetzt) und der Bertelsmann Stiftung veranstaltet, der Stimme der Auszubildenden in ganz Europa mehr Gehör verschaffen und zur Umsetzung des ersten Grundsatzes der Europäischen Säule Sozialer Rechte beitragen: hochwertiger und inklusiver allgemeiner und beruflicher Bildung sowie lebenslangem Lernen.

Neben den rund 150 Präsenzteilnehmenden im „Hospital de la Santa Creu i Sant Pau“ verfolgten viele weitere junge Europäerinnen und Europäer das EAN via Stream. In den Panels und Vor-Ort-Besuchen bekamen sie Einblicke in die Bemühungen Spaniens zur Förderung der dualen Berufsbildung, und der Berufsnachwuchs vor Ort nutzte die Möglichkeit, zwei lokale Berufsbildungseinrichtungen („Institut Bonanova“ und „Institut Escola del Treball“) zu besuchen, wo sie sich mit den dortigen Auszubildenden intensiv austauschten.

Austausch auf dem Podium: Melissa Luck berichtete den anderen europäischen Auszubildenden vom Prinzip der Jugend- und Auszubildendenvertretungen.
Netzwerk: Melissa Luck, Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der CESI YOUTH, mit Anne Klotz in Barcelona (v. l.).

dbb jugend und CESI YOUTH vor Ort

Für die dbb jugend in Barcelona am Start waren Melissa Luck (vbba jugend – Gewerkschaft Arbeit und Soziales) und Anne Klotz (Junger DBSH – Berufsverband Soziale Arbeit). Von der europäischen Dachjugendorganisation CESI YOUTH begrüßte deren Vorsitzender Matthäus Fandrejewski (komba jugend) die Teilnehmenden des EAN und führte durch die Veranstaltung – die CESI YOUTH ist Mitglied der EAfA. In einer besonderen Podiumsrunde berichteten Jugendliche aus Großbritannien, Frankreich, Finnland, Dänemark und Deutschland von ihren Erfahrungen in der Aus- und Berufsbildung. Themen waren unter anderem Mental Health und Vergütung, die allgemeine Situation Auszubildender, Vor- und Nachteile verschiedener Ausbildungsformen sowie Mindestlohn und Rechte der Auszubildenden. Für Deutschland erläuterte Melissa Luck das Prinzip der Jugend- & Auszubildendenvertretung und die Praxis der Berufsberatung.

„Bessere Bedingungen für europäischen Nachwuchskräfte!“

Melissa Luck nach zwei Tagen EAN: „Die Veranstaltung war wahnsinnig interessant! außerhalb des Programms mit den vielen Inputs hatten wir reichlich Zeit zu Netzwerken. Wir haben so viele Menschen aus ganz Europa kennen gelernt und uns intensiv mit ihnen austauschen können, ebenso mit Arbeitgebenden und Politiker*innen.“ Der unmittelbare Vergleich der verschiedenen Ausbildungssysteme habe viele Rückschlüsse ermöglicht. „Wir in Deutschland sind, wie ich finde, ein gutes Beispiel in Sachen Ausbildung und Ausbildungssystem“, bilanzierte Melissa Luck. „Wir konnten erhebliche Unterschiede im europäischen Vergleich erkennen und feststellen: Da muss sich was ändern! Ein angepasstes europäisches Ausbildungssystem wäre super, und eine faire Bezahlung für die Zukunft Europas auch!“, so Luck. Nun sei man gespannt, welche Lehren und Maßnahmen dem EAN konkret folgen würden – schließlich sei man aktuell im „European Year of Youth“. Die Jugend lege Wert darauf, gehört zu werden, betonte die junge Gewerkschafterin und hofft, das dem Titel des Events – „The voice of apprentices in the European Year of Youth 2022“ – konkrete Taten folgen. „Denn was bringt es, den Auszubildenden eine Stimme zu geben, wenn diese nicht gehört wird. Also her mit den besseren Bedingungen für alle europäischen Nachwuchskräfte!“ Ende

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Schülerstudie 2022

Nachwuchs erwartet Haltung von Unternehmen

Foto: © TERRITORY GmbH

Der Druck auf ausbildende Unternehmen, Verwaltungen und Behörden steigt: Schülerinnen und Schüler haben hohe Ansprüche an ihre künftigen Arbeitgeber. Die „Generation Z“ fordert eine klare Haltung ein, wenn es um Themen wie Gleichberechtigung, soziales Engagement und Nachhaltigkeit geht, so die Erkenntnisse der STARTKLAR Schülerstudie 2022 von Ausbildung.de und Potentialpark. Die repräsentative Studie des reichweitenstärksten Ausbildungsportals in Kooperation mit dem schwedischen Marktforschungsinstitut beleuchtet im dritten Jahr das Thema Ausbildungssuche von Schülerinnen und Schülern und prüft, wie gut Unternehmen auf die Anforderungen junger Menschen eingestellt sind. Gleichberechtigung ist demnach nicht nur ein Thema, das von den Jugendlichen verstärkt in den gesellschaftlichen Diskurs getragen wird, sondern auch in die Arbeitswelt. Und auch Themen wie Nachhaltigkeit und Engagement abseits des beruflichen Kontexts werden zunehmend wichtiger im Angebotsportfolio für Nachwuchskräfte. Bereits heute würden 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler absagen, wenn ihr Arbeitgeber in spe nicht die gleichen Werte vertritt wie sie selbst, weitere 37 Prozent, wenn kein soziales Engagement stattfindet.

Unsicherheiten, die durch die Corona-Krise ausgelöst wurden, zeigen sich derzeit in steigenden Anmeldezahlen an den Universitäten. „Die Entscheidung für eine Ausbildung ist mit einem hohen Qualitätsanspruch verknüpft“, so Felix von Zittwitz, Geschäftsführer von Ausbildung.de. „Junge Menschen müssen jetzt erst recht davon überzeugt werden, dass eine Ausbildung genauso gute Chancen für die Zukunft eröffnet wie ein Studium.“ Problematisch: Während für 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Ausbildungsvergütung der größte Anreiz für eine Ausbildung ist, kommunizieren 72 Prozent der Arbeitgeber die Gehaltsangaben nicht oder nur unzureichend in ihren Stellenanzeigen.

Digitale Sichtbarkeit entscheidend

Neben hohen Ansprüchen der Gen Z gibt es eine weitere Aufgabe, der sich Ausbildungsbetriebe stellen müssen: digitale Sichtbarkeit. Während jede dritte Ausbildungseinrichtung laut Forsa keinen Onlineauftritt besitzt, suchen 96 Prozent der Schulabgänger ihre Ausbildung im Internet. Erste Anlaufstelle sind neben Google die Karriereseiten der Unternehmen sowie Ausbildungsplattformen. Aber auch Social-Media- Kanäle, insbesondere Instagram und YouTube, werden in der Informationsbeschaffung immer wichtiger. „Unternehmen ohne Onlineauftritt sind in Zeiten ausfallender Messen und Präsenzveranstaltungen für junge Menschen nahezu unsichtbar. Es ist dramatisch, wenn Unternehmen keine einzige Bewerbung auf einen ausgeschriebenen Ausbildungsplatz erhalten, weil sie nicht gefunden werden“, warnt von Zittwitz.
Die Studie zeigt aber auch, dass zahlreiche Arbeitgeber bereits Maßstäbe setzen, wenn es um digitale Recruiting-Maßnahmen geht. Verbesserungsbedarf sehen die Experten in mobilen Inhalten. Denn die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler nutzt ausschließlich ihr Handy, um Informationen zur Ausbildungssuche zu erhalten. Dennoch hat eine Vielzahl an Unternehmen ihre Inhalte sowie die Bewerbungssysteme nicht für Mobilgeräte optimiert.

Die komplette STARTKLAR 2022 Schülerstudie gibt’s unter ausbildung.de/schuelerstudie-2022. Ende

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Broschüre wird neu aufgelegt – jetzt vorbestellen!

START – Einblicke in den öffentlichen Dienst

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche junge Menschen eine Ausbildung oder ein duales Studium im öffentlichen Dienst antreten oder in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf übernommen.

Die jungen Kolleginnen und Kollegen stehen damit vor dem Eintritt in die Berufswelt und werden mit zahlreichen Anregungen, Informationen und Eindrücken konfrontiert.
Egal, ob im Tarifbereich oder als Beamte auf Widerruf – gerade zu Beginn dieses neuen Lebensabschnittes sind Informationen wichtig. Die bietet seit Jahren die Broschüre „START – Einblicke in den öffentlichen Dienst“. Das Standardwerk von dbb jugend und dbb wird regelmäßig aktualisiert, und die neue Auflage kann ab sofort bestellt werden. Das Standardwerk bietet vor allem eine Übersicht über die Rechte und Pflichten der Auszubildenden, Anwärterinnen und Anwärtern. Auch die gewerkschaftliche Arbeit mit dem und für den Berufsnachwuchs wird beleuchtet. Außerdem gibt es wertvolle Tipps in Sachen Abschluss- beziehungsweise Laufbahnprüfung sowie zu Formulierungen in Zeugnissen, die zwar gut klingen, aber durchaus zu Fallstricken werden können.

Zur genauen Bestimmung der Auflagenhöhe benötigt der dbb bis Freitag, 27. Mai 2022 verbindlich die genaue Höhe der Bestellung und ggf. den Verteilerschlüssel. Die Bruttoversandkosten trägt der Bestellende, der Versand erfolgt voraussichtlich im Juni 2022. Ein Bestellformular und weitere Informationen gibt es bei der dbb jugend: E-Mail an info.dbbj@dbb.de oder telefonisch unter 030.40 81-57 51. Ende

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... darüber berichten wir tagesaktuell auf der Homepage der dbb jugend unter: www.dbbj.de

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