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Tag der Jugend

Politik für junge Leute nicht nur versprechen, sondern machen

Immer weniger junge Menschen können ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, zudem arbeiten überwiegend junge Menschen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Das muss sich ändern, fordert die Bundesjugendleitung der dbb jugend.

Die dbb jugend hat die Bundesregierung aufgefordert, ihr Koalitionsvorhaben einzulösen und die Interessen junger Menschen in politischen Entscheidungen stärker zu berücksichtigen.

„Junge Menschen sind in unserer Gesellschaft in der Minderheit, und vor ihnen türmen sich Krisenszenarien auf, deren Langzeitfolgen kaum abzuschätzen sind. Das verunsichert viele junge Menschen. Von der Politik erwarten sie deshalb – zurecht – Gehör für ihre Probleme und ein gewissenhaftes Handeln im Sinne der zukünftigen Generationen. Das Entlastungspaket der Bundesregierung spricht aber eine andere Sprache: Gerade Azubis, Studierende und junge Familien gehen leer aus“, kritisierte der dbb jugend Vorsitzende Matthäus Fandrejewski am 12. August 2022, dem Tag der Jugend.
Die Existenzkrise der jungen Generation sei längst Realität, verdeutlichte auch die erste stellvertretende dbb jugend Vorsitzende Sandra Heisig: „Immer weniger junge Menschen im Alter von 15 bis 24 können ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten. Laut Statistischem Bundesamt schaffen das nur etwas mehr als jede beziehungsweise jeder Dritte in diesem Alter. Hinzukommt, dass junge Menschen überdurchschnittlich häufig in atypischen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Das dürfen wir als Gesellschaft nicht auf die leichte Schulter nehmen.“
Mit Blick auf die bevorstehenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen appellierten Fandrejewski und Heisig an die öffentlichen Arbeitgebenden und die Politik, im Sinne der nachrückenden Generationen zu verhandeln: „Der öffentliche Dienst hat wie kein anderer Arbeitgebender die Chance, Sicherheit und Modernität zu verbinden. Dazu gehört eine langfristige berufliche Perspektive mit unbefristeten Arbeitsverhältnissen ebenso wie eine Ausbildungsvergütung, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“ Ende

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9-Euro-Ticket:

Ist der ÖPNV bereit für dauerhaft günstige Preise?

Voraussetzung dafür, dass der ÖPNV vermehrt genutzt wird, sind nicht nur günstige Preise – er muss auch funktio-nieren, macht die dbb jugend deutlich. Dafür sind Investitio-nen in den Ausbau von Schie-ne, Personal und Frequenz unabdingbar.

Am 24. August 2022 diskutierten dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski und der stellvertretende Vorsitzende Claudio Albrecht auf Instagram über das 9-Euro-Ticket und dessen Zukunft.

In den ersten zwei Monaten seiner Laufzeit wurde das 9-Euro-Ticket insgesamt 38 Millionen Mal verkauft. Zusätzlich wurden 10 Millionen Menschen mit bestehendem ÖPNV-Abonnement finanziell entlastet. „Die Bürgerinnen und Bürger wollen einen bezahlbareren ÖPNV“, hielt Matthäus Fandrejewski fest. Ein positiver Effekt auf die Umwelt blieb zwar aus, da viele Pendlerinnen und Pendler weiter mit dem Auto fuhren. Doch Fandrejewski lobte den Aspekt der sozialen Teilhabe: „Der Grundtenor war, dass Bürgerinnen und Bürger entlastet werden. Das bedeutet auch, dass sie mal Ausflüge machen oder in den Urlaub fahren können.“
Claudio Albrecht, Lokführer und Mitglied der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), kritisierte, dass der soziale Aspekt des 9-Euro-Tickes nur eindimensional gedacht worden sei: Das Ticket sei in Städten beliebt und tatsächlich nutzbar, doch die ÖPNV-Infrastruktur auf dem Land sei so mangelhaft, dass das Ticket dort kaum ankäme, weil seine Nutzbarkeit überhaupt nicht gegeben sei. Die unzureichende Infrastruktur sei „Knackpunkt“ in der Debatte über einen günstigeren ÖPNV und die Verkehrswende: „Wir haben weder ordentliche Fahrzeuge noch genug Personal. Die Kolleginnen und Kollegen im Eisenbahnsektor gehen auf dem Zahnfleisch.“ Erst wenn diese Problematiken gelöst seien, könnten die Verkehrsbetriebe ernsthaft über eine Nachfolge für das 9-Euro-Ticket nachdenken.
Matthäus Fandrejewski und Claudio Albrecht zeigten sich einig: Der zweite Schritt sollte nicht vor dem ersten gemacht werden. Voraussetzung dafür, dass der ÖPNV vermehrt genutzt wird, sind nicht nur günstige Preise – er muss auch funktionieren. Investitionen in den Ausbau von Schiene, Per-sonal und Frequenz seien deshalb unabdingbar. Ende

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„Schönwetter-Daseinsvorsorge“:

Vertrauen in den Staat auf historischem Tiefstand

Schonungslos haben die letzten Jahre gezeigt, dass der öffentliche Dienst nicht krisenfest aufgestellt ist. Die Folge: Nie war das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat geringer.

Laut der dbb Bürgerbefragung 2022 sind nur noch 29 Prozent der Befragten der Meinung, der Staat sei handlungsfähig und könne seine Aufgaben erfüllen. Zwei Drittel (66 Prozent) glauben das nicht. „Der Trend war bereits letztes Jahr zu erkennen, jetzt ist das Kind endgültig in den Brunnen gefallen. Klima, Krieg, Corona, Kostenexplosion: Egal in welchem Lebensbereich eine Krise auftritt, der Staat präsentiert sich schlecht vorbereitet. Jetzt zahlt die Gesellschaft den Preis dafür, dass wir bei der Politik um jeden Euro und jede Stelle für den öffentlichen Dienst feilschen müssen. Wir haben leider nur noch eine Schönwetter-Daseinsvorsorge. Das ist die traurige Wahrheit und die Menschen erleben das jeden Tag“, sagte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 1. September 2022 bei der Vorstellung der Umfrage-Ergebnisse, die das Meinungsforschungsinstitut forsa erhoben hat.

„Die Bürgerinnen und Bürger wissen sehr genau um die Bedeutung eines funktionierenden gesellschaftlichen Miteinanders und leistungsfähiger öffentlichen Einrichtungen. Die sind ihnen – anders, als es oft unterstellt wird – oft sogar wichtiger als der eigenen Geldbeutel“, macht dbb Chef Ulrich Silberbach deutlich.

Bürgerinnen und Bürger: Staat muss funktionieren

„Einmal mehr zeigen die Zahlen aber auch, dass die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich zwischen ausbleibender beziehungsweise schlechter politischer Führung auf der einen Seite und engagierten Menschen im öffentlichen Dienst auf der anderen Seite unterscheiden“, erklärte Silberbach. So seien unter den beliebtesten Berufsgruppen ganz überwiegend Jobs aus der Daseinsvorsorge vertreten. Die Top 5 belegen beispielsweise Feuerwehrleute, Krankenpflegepersonal, Ärztinnen und Ärzte, Altenpflege-Personal sowie Polizeikräfte. „Wer einen konkreten Dienst für die Gesellschaft erbringt, erfährt von seinen Mitmenschen dafür in der Regel Wertschätzung – oft mehr als vom Arbeitgeber oder Dienstherrn“, so der dbb Chef. Auch das Profil der Beamtinnen und Beamten ganz allgemein werde zwar von der Vertrauenskrise in den Staat negativ beeinflusst, bleibe dabei aber auf einem erfreulich hohen Niveau: Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland verbindet mit dem Berufsbeamtentum weiterhin Eigenschaften wie „pflichtbewusst“, „verantwortungsbewusst“, „zuverlässig“ und „rechtschaffen“.
„Gerade die Bundespolitik sollte außerdem zur Kenntnis nehmen, dass die Bürgerinnen und Bürger sehr genau um die Bedeutung eines funktionierenden gesellschaftlichen Miteinanders und von leistungsfähigen öffentlichen Einrichtungen wissen. Die sind ihnen – anders, als es oft unterstellt wird – oft sogar wichtiger als der eigenen Geldbeutel“, stellte der dbb Bundesvorsitzende heraus. So stünden bei den wichtigsten Staatsaufgaben neben der allgemeinen „Aufrechterhaltung der sozialen Gerechtigkeit“ auch der Klimaschutz, die Infrastruktur und die Modernisierung des öffentlichen Dienstes ganz oben. Erst dann folge die „Entlastung der Bürger aufgrund der gestiegenen Preise“. Silberbach: „Das zeigt deutlich: Ohne einen starken öffentlichen Dienst und eine krisenfeste Daseinsvorsorge wird der der Staat das Vertrauen der Bevölkerung nicht zurückgewinnen können.“ Ende

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Neue dbb Kampagne gestartet:

„wir. für euch.“

„wir. für euch.“ lautet der Claim der neuen dbb Testimonial-Kampagne, die am 29. August 2022 gestartet ist und die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Fokus rückt.

Die klare Botschaft der neuen dbb Kampagne: Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind für alle da, und der dbb steht als gewerkschaftlicher Dachverband jederzeit fest an der Seite der rund 5 Millionen Menschen im Dienst der Menschen. Im Fokus der Motive stehen zahlreiche Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst und den privatisierten Bereichen. Polizistin, Lehrerin, Erzieher, Lokführer Paketzusteller, Finanzbeamtin und viele mehr – allesamt „dbb Originale“, also Mitglied in einer der dbb Fachgewerkschaften – kommen zu Wort: „Wir mögen Applaus. Aber wir brauchen faire Arbeitsbedingungen.“, erklärt die Krankenpflegerin. „Wir sind immer für dich da. Nicht nur, wenn es brennt“, sagt die Feuerwehrfrau. Und der Kommunalbeamte weiß: „Im öffentlichen Dienst wirst du weder reich noch berühmt. Aber alle wollen was von dir.“
Seit 29. August 2022 sind die Motive als digitale Anzeigen online und in den sozialen Medien Twitter, Facebook und Instagram zu sehen, im Laufe des Jahres wird Außenwerbung auf Großflächenplakaten und Infoscreens hinzukommen.

„Rückendeckung für den öffentlichen Dienst“

„Der dbb macht mit seinen neuen Testimonials deutlich, wo er als gewerkschaftlicher Dachverband steht: Fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen, die Tag für Tag und oft auch Nacht für Nacht dafür sorgen, dass Deutschland funktioniert“, sagte dbb Chef Ulrich Silberbach zum Kampagnen-Kickoff am 29. August 2022 in Berlin. „Nach mehr als zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie und Jahrzehnten des strukturellen Personalmangels ist es an der Zeit, dem öffentlichen Dienst sichtbar Rückendeckung zu geben, und dieser Appell richtet sich an die Politik und die Gesellschaft gleichermaßen“, betonte Silberbach. „Die Menschen im Staatsdienst und in der systemrelevanten Infrastruktur können und wollen modern, digital und agil arbeiten, wollen den Menschen und der Wirtschaft gute Dienste leisten. Aber sie sind zu wenige, und die Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, reichen bei weitem nicht aus, um anstehende Herausforderungen wie den Klima- und demografischen Wandel nachhaltig meistern zu können. Es braucht eine Innovations- und Investitionsoffensive für den öffentlichen Dienst, und davon profitieren letztendlich auch das ganze Land und die Menschen, die hier leben“, so der dbb Bundesvorsitzende. „‘wir. für euch.‘ ist die verbindende Formel, die zum gemeinsamen Motto werden muss, wenn wir den öffentlichen Dienst zukunftsfest aufstellen wollen.“

Mehr zur Kampagne und zu vielen weiteren Kampagnen-Tools gibt’s online unter: www.dbb.de/wir-fuer-euch. Ende

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Politischer Austausch

Öffentlicher Dienst muss für junge Menschen attraktiver werden

dbb jugend und Junge Liberale sind sich einig: Junge Menschen wollen attraktive Arbeitsplätze – das gilt insbesondere für den öffentlichen Dienst.

Mit Vertretern der Jungen Liberalen (JuLis) hat die dbb jugend über die Belange der jungen Beschäftigten im öffentlichen Dienst informiert und drängende Herausforderungen formuliert. „Der öffentliche Dienst muss für junge Menschen attraktiver werden.

Das kann nur gelingen, wenn wir hier mit den politischen Kräften an einem Strang ziehen. Eine gute Bezahlung, bessere Entwicklungsmöglichkeiten und zeitgemäße Arbeitsbedingungen stehen hier ganz klar an erster Stelle. Vor allem aber muss die Digitalisierung im Sinne der Beschäftigten schnell umgesetzt werden. Im Gespräch mit den Jungen Liberalen haben wir hier viele Übereinstimmungen finden können und wollen weiter im Gespräch bleiben“, sagte dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski im Nachgang zum digitalen Austausch mit Nemir Ali, stellvertretender Bundesvorsitzender für Programmatik, und Constantin Borges, stellvertretender Bundesvorsitzender für Organisation, am 7. Juli 2022.
Gewalt gegen Beschäftigte muss aufhören
Die dbb Bundesjugendleitung betonte im Gespräch mit den JuLis auch die Dringlichkeit, notwendige Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes auf den Weg zu bringen. Ebenfalls Thema waren das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum deutschen Tarifeinheitsgesetz und die zukunftsfeste Weiterentwicklung der Beamtenbesoldung und -versorgung. Hierzu soll es weitere Gespräche zwischen dbb jugend und JuLis geben. Ende

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Was soll ich bloß werden? Die Mehrheit aller Jugendlichen – 53 Prozent – findet sich in den vielfältigen Informationen zum Thema Berufswahl nur schwer zurecht.

Berufswahl:

Mehrheit der Jugendlichen fehlt der Durchblick

Die Mehrheit aller Jugendlichen (53 Prozent) findet sich in den vielfältigen Informationen zum Thema Berufswahl nur schwer zurecht. Nur 37 Prozent der Befragten schätzen die Unterstützung bei ihrer beruflichen Orientierung als ausreichend ein. Für fast drei Viertel der Jugendlichen sind die Eltern die wichtigsten Unterstützer. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, für die das Institut „iconkids & youth“ bundesweit 1.666 Jugendliche befragt hat.

Wichtigste Informationsquelle: Menschen

Jugendliche sind bei der Berufsorientierung weniger digital orientiert als vermutet: Die wichtigsten Informationsquellen sind für die Hälfte der 14- bis 20-Jährigen (48 Prozent) Gespräche mit Lehrer:innen, Ausbilder:innen und Berufsberater:innen. Erst dann folgen mit 40 Prozent Informationen, die sie sich selbst anlesen und mit ebenfalls 40 Prozent Praktikumsplätze.

Eltern bleiben die wichtigsten Unterstützer

Die wichtigsten Unterstützer:innen bei der Berufswahl sind für drei Viertel (73 Prozent) der jungen Menschen nach wie vor die Eltern. Danach folgt die Schule bzw. Lehrer:innen mit 55 Prozent. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur landet hier mit 36 Prozent nur auf dem vierten Platz, noch hinter der Unterstützung durch das Internet (48 Prozent).
Allerdings gibt es große Unterschiede. Bei Jugendlichen mit niedriger Schulbildung wurden nur 61 Prozent der Befragten von den Eltern unterstützt. Hier ist der Anteil derer, die sich durch die Berufsberatung der Arbeitsagentur unterstützt sehen, mit 51 Prozent deutlich höher.
Auffällig ist auch, dass 25 Prozent der Jugendlichen mit niedriger Schulbildung sagen, dass sie sich nicht gerne mit dem Thema Berufsorientierung beschäftigen. Der Durchschnitt aller Befragten liegt bei 17 Prozent.

BIZ-Portal der Bundesagentur ist bekannt

Immerhin: Wo sie sich informieren können, wissen die allermeisten Jugendlichen. Das Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit, BIZ, kennen 65 Prozent der befragten Jugendlichen, dahinter folgt planet-beruf.de, ein digitales Angebot der Arbeitsagentur, mit 38 Prozent. An dritter Stelle folgen die Online-Portale der Industrie- und Handelskammern mit 31 Prozent. Außerdem kennen viele Jugendlichen noch die Angebote von berufswahlhelden.de, aubi-plus.de, berufenavi.de und stuzubi.de (23 bis 19 Prozent). Ende

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Entlastungen:

„You’ll never walk alone“ – really?

dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski: „Es geht um gravierende Existenzängste der Generation, die das Land letztendlich aus der Krise holen soll.“

Die dbb jugend fordert zügigere und unmittelbare Entlastungen für finanziell schwächere Bürgerinnen und Bürger.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte Anfang August angesichts der sich weiter verschärfenden Energiekrise neue Entlastungen angekündigt und dabei in Richtung der verunsicherten deutschen Bevölkerung versprochen: „You’ll never walk alone“.
Der dbb jugend Vorsitzende Matthäus Fandrejewski begrüßte am 2. August 2022, dass die angekündigten Hilfen nun zielgerichteter an Bedürftige verteilt werden sollen: „Es ist richtig, dass wir alle von steigenden Strom- und Gaspreisen betroffen sind. Aber einige, darunter auch junge Familien, Auszubildende und Studierende, sind eben in besonderem Maße betroffen. Gerade diese Gruppen warten weiterhin auf viele der bereits in den ersten beiden Hilfspaketen beschlossenen Unterstützungsleistungen“, kritisierte der dbb jugend Chef. So werde beispielsweise die Energiepauschale erst im September dieses Jahres ausgezahlt. Die nun versprochenen weiteren Entlastungen könnten erst im kommenden Jahr bei den Bedürftigen ankommen.
Junge Menschen in der Ausbildung, im Studium oder mit Kindern hätten nicht den Spielraum, um die Vervielfachung der Strom- und Gaspreise so einfach zu stemmen. „Es geht hier um gravierende Existenzängste der Generation, die das Land letztendlich aus der Krise holen soll“, so Fandrejewski. „Es bringt nichts, dass der Bundeskanzler uns zur Seite steht, wenn der Karren bereits an die Wand gefahren wurde. Wir brauchen jetzt zielgerichtete Entlastungen für die am stärksten Betroffenen.“ Ende

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Jugendpolitischen Kommission:

Öffentlicher Dienst vor Einkommensrunden-Jahr 2023

Volles Programm: (v. l.) dbb jugend Vize Daria Abramov, und Alexander Lipp (Junger VBE), dbb jugend Chef Matthäus Fandrejewski, Tim Lauterbach (BDZ Jugend), Maximilian Schmieding (Junge Philologen), dbb jugend Vize Toni Nickel, Janna Melzer (DVG Jugend), Anne Klotz (Junger DBSH) und Michael Haug (Junge Polizei).

Am ersten August-Wochenende kamen in Berlin die Mitglieder der Jugendpolitischen Kommission (JupoKo) der dbb jugend zu ihrer ersten Klausursitzung nach ihrer Wahl auf dem Bundesjugendtag im Mai zusammen.

„Die JupoKo ist ein wichtiges Gremium innerhalb der dbb jugend. Sie bestimmt die wesentliche inhaltliche Ausrichtung des Verbands und ist somit eine wichtige Unterstützung der Bundesjugendleitung. Ich freue mich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit in den nächsten Jahren“, betonte der dbb jugend Vorsitzende Matthäus Fandrejewski.
Inhaltlich beschäftigten sich die jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit der Vorbereitung der Anträge der dbb jugend an den dbb Gewerkschaftstag im November 2022. Hier trafen die Anwesenden aus den Beschlussfassungen zum Bundesjugendtag eine Auswahl, die sie zunächst dem Bundesjugendausschuss vorlegen wird. Ein weiteres Thema war die Forderungsfindung zu den beiden Einkommensrunden für den öffentlichen Dienst in Bund, Ländern und Kommunen im kommenden Jahr. „Das nächste Jahr ist ein besonderes Tarifjahr, da wir zwei Einkommensrunden verhandeln müssen“ – einmal mit Bund und Kommunen, einmal mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). „Gleichzeitig müssen wir eine unsichere und unvorhersehbare wirtschaftliche und politische Lage mit einbeziehen, wenn es um die Forderungsfindung geht. Ich bin zuversichtlich, dass wir sowohl mit unseren Anträgen für den Gewerkschaftstag als auch mit unseren Forderungen zur Einkommensrunde wichtige Impulse für die Zukunft setzen können“, sagte der Vorsitzende der JupoKo, Maximilian Schmieding. Ende

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Urteil Enttäuschend

Petition gegen Tarifeinheitsgesetz

Weiter entschlossen gegen jede Einschränkung der Tarifautonomie: dbb jugend Vize Claudio Albrecht.

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom 5. Juli 2022 ist aus Sicht der dbb jugend enttäuschend. Nach einer Individualbeschwerde des dbb und weiterer Gewerkschaften gegen das Tarifeinheitsgesetz (TEG) hatte der EGMR entschieden, dass kein Verstoß gegen die Grundrechte auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit aus der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vorliegt. Allerdings erfolgte die Entscheidung des EGMR nicht einstimmig.

„Wir hatten uns hier ein anderes Ergebnis gewünscht. Aus unserer Sicht beschneidet das TEG eindeutig die Grundrechte von Arbeitnehmenden in Deutschland“, sagte Claudio Albrecht, stellvertretender Vorsitzender der dbb jugend, am 27. Juli 2022. „Mit dem TEG wird nicht nur eindeutig in Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie eingegriffen, sondern auch das Streikrecht negiert. Hinzu kommt, dass Gewerkschaften in einen sinnlosen Konkurrenzkampf gedrängt werden. Dies bindet wertvolle personelle, monetäre und zeitliche Ressourcen, die eigentlich in die Aushandlung besserer Tarifverträge fließen sollten“, ergänzte Albrecht. „Vor diesem Hintergrund werden wir nicht aufhören, gegen dieses Gesetz zu kämpfen. Deshalb unterstützen wir die Petition der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zur Abschaffung des TEG und werden unser Missfallen gegen das Gesetz auch bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck bringen.“
Die Petition gegen das Tarifeinheitsgesetz kann hier unterschrieben werden: www.change.org/p/weg-mit-dem-tarifeinheitsgesetz-teg-her-mit-der-tariffreiheit Ende

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14. September 2022 von 15:00 bis 18:00 Uhr – online im digitalen Diskussionsforum

Cybersicherheit, Fachkräftegewinnung & Katastrophenschutz durch digitale Tools – Wie krisenfest ist der Staat?

Wir erleben besondere Zeiten, in denen in vielen Bereichen langjährige Gewissheiten in Frage gestellt werden. Gerade in diesen Krisen ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern Orientierung und Sicherheit bietet und die aktuellen Herausforderungen annimmt. Doch wie gut sind wir vorbereitet, wie krisenfest ist der Staat? Wie sieht wirksame Cybersicherheit aus? Welche Antworten haben wir auf den Fachkräftemangel? Wie können digitale Tools den Staat resilient gegen Krisen machen?

Über diese und andere Fragen möchte der dbb mit Beschäftigten, Expertinnen und Experten online diskutieren und im digitalen Debattenforum gemeinsam Antworten entwickeln.

In einer ersten Phase der Veranstaltung werden Referentinnen und Referenten Input zu den genannten Themengebieten geben. Neben Ulrich Silberbach, dbb Bundesvorsitzender, geben Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, und Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat, spannende Einblicke.

Im Anschluss wird die Veranstaltung in drei Themensessions aufgeteilt, die sich jeweils den Bereichen Cybersicherheit, Fachkräftegewinnung und Katastrophenschutz durch digitale Tools widmen. Dann werden die Ergebnisse der Sessions im Plenum diskutiert und fließen in die Positionierung des dbb zu diesen elementaren Zukunftsthemen ein.

Programm und Anmeldung (bis 7. September 2022): www.dbb.de/veranstaltungen/geh-hoer.html

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... darüber berichten wir tagesaktuell auf der Homepage der dbb jugend unter: www.dbbj.de

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