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Tarifeinigung mit Bund und Kommunen

dbb jugend: „Ein Schritt in die richtige Richtung“

„Wir haben uns geeinigt! Darüber sind wir froh, denn zähe, schwierige und oft auch sehr enttäuschende Verhandlungswochen liegen hinter uns. Wir hatten gehofft, dass die Arbeitgeberseite am Ende doch noch mit der Wertschätzung um die Ecke kommt, die die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen verdient haben,“ kommentierte Karoline Herrmann, die Vorsitzende der dbb jugend, den Tarifabschluss am 25. Oktober 2020 in Potsdam.
„Die erzielte Einigung zeugt von Verantwortungsbewusstsein gerade auf Arbeitnehmer*innenseite und ist angesichts der schwierigen Verhandlungen und unter den aktuellen Bedingungen ein Schritt in die richtige Richtung. Besonders in den Bereichen Krankenhaus, Pflege und öffentlicher Gesundheitsdienst konnten wichtige Verbesserungen für unsere Kolleginnen und Kollegen erzielt werden. Darüber hinaus wird es noch in diesem Jahr für alle Beschäftigten eine steuerfreie Corona-Prämie geben. Dass unserer Forderung nach einer gerechten Erhöhung für Auszubildende mit zwei Mal 25 Euro nur bedingt entsprochen wurde, wirft allerdings einen Schatten auf das Ergebnis“, so Herrmann.
„Über die Angleichung der Arbeitszeit Ost an West sollte man 30 Jahre nach der Wiedervereinigung eigentlich gar nicht mehr diskutieren müssen, hier konnte ein Kompromiss erzielt werden, sodass die Angleichung ab 01. Januar 2022 in zwei Stufen umgesetzt wird“, erläuterte Herrmann.
Es bleibe festzustellen, dass der öffentliche Dienst mit diesem soliden Ergebnis von 1,4 Prozent (min. 50 Euro) zum 01. April 2021 und 1,8 Prozent zum 01. April 2022 bei einer Laufzeit von 28 Monaten mit Planungssicherheit in die Zukunft gehe. Herrmann: „2023 werden wir dann die Lage neu bewerten und nicht vergessen haben, welche Versprechungen uns für eine andere Ausgangslage, eine ohne Pandemie, gemacht wurden.“ Ende

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Rückblick: Bundesjugendausschuss der dbb jugend

Den öffentlichen Dienst zukunftsfähig machen

Auf dem digitalen Bundesjugendausschuss der dbb jugend am 9. Oktober 2020 standen die Weiterentwicklung der Digitalisierung im öffentlichen Dienst sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Fokus.

Der dbb Chef Ulrich Silberbach forderte mehr Engagement und Wertschätzung von der Politik und den Arbeitgebern: „Wir sind in einem Land, in dem Milch und Honig fließen, aber für den öffentlichen Dienst bleibt nur Wasser und Brot. Wir müssen uns für die Zukunft besser rüsten und vor allem die massiven Mängel in der digitalen Infrastruktur und der technischen Ausstattung in den Schulen und der Verwaltung beheben.“ Silberbach verwies auf das dbb Positionspapier „Aufbruch – Der öffentliche Dienst der Zukunft“, in dem ein bürgernaher und leistungsstarker Staat – analog wie digital – skizziert wird.
Der dbb Bundesvorsitzende bedankte sich für das Engagement der dbb jugend bei den Protestaktionen und Warnstreiks. Einige Jugendverbände hatten bundesweit bei verschiedenen Aktionstagen, Mahnwachen und aktiven Mittagspausen ihre Forderungen in der aktuellen Einkommensrunde mit Bund und Kommunen unterstrichen.
„Die kleinen Aktionen vor der Haustür werden sehr gut angenommen und sind eine echte Alternative zu den großen Demonstrationen, auf die wir derzeit wegen den Corona-Schutzmaßnahmen verzichten“, sagte die dbb jugend Chefin Karoline Herrmann.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden in zwei Diskussionsrunden mit den Vertretern der Jugendparteiorganisationen diskutiert. Unter anderem waren sich Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union, und Philipp Türmer, stellvertretender Bundesvorsitzender der jusos, mit der Vorsitzenden der dbb jugend zumindest darin einig, dass Applaus als Wertschätzung der Beschäftigten nicht mehr ausreiche.
Jürgen Müller, Gruppenleiter Digitalpolitik im Bundeskanzleramt, berichtete beim Bundesjugendausschuss zum Stand der Digitalisierung im öffentlichen Dienst. Dazu wurde ein weiterer Austausch – auch in Anbetracht der neuen Herausforderungen, die die Coronakrise offengelegt hat – vereinbart.
Die dbb Bundesjugendleitung appellierte zum Abschluss vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen für einen rücksichtsvollen Umgang und gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind weiterhin im Krisenmodus und arbeiten am Limit. Nur, wenn wir alle zusammenhalten, kommen wir gut durch die Pandemie“, so Herrmann. Ende

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... darüber berichten wir tagesaktuell auf der Homepage der dbb jugend unter: www.dbbj.de

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