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Weißer Ring

Hilfe für Opfer

Prominente Unterstützer – im Fernsehen ermitteln sie nach einem Mord, um Täter zu überführen, in der Realität unterstützen sie Opferhilfe: Sieben bekannte ARD „Tatort“-Kommissare, darunter Schauspielerin Ulrike Folkerts (alias Lena Odenthal aus Ludwigshafen) riefen anlässlich des 40-jährigen Bestehen des Weißen Rings zur Unterstützung des Vereins auf.

Nach Straftaten stehen die Opfer oft alleine da. Ihnen schnell und umfassend zu helfen und für ihre Belange zu streiten, hat sich der Weiße Ring auf die Fahnen geschrieben. Der gemeinnützige Verein wurde 1976 in Mainz unter anderem von dem Fernsehjournalisten Eduard Zimmermann („Vorsicht Falle!“, „Aktenzeichen XY … ungelöst“) gegründet und hat heute etwa 3.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und rund 50.000 Mitglieder. Über die praktische Opferhilfe hinaus ist der Weiße Ring für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe und des Opferschutzes sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner. Auch in Österreich, der Schweiz, in Luxemburg, Ungarn und Tschechien unterstützen eigenständige Vereinsableger Opfer von Verbrechen.

Menschlicher Beistand und persönliche Betreuung, Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, Hilfestellungen im Umgang mit den Behörden, Vermittlung von Hilfen anderer Stellen – das kostenlose Angebot des Weißen Rings ist breit gefächert. Je nach Konstellation des Einzelfalls stehen die professionell geschulten Freiwilligen den Opfern von Straftagen und ihren Angehörigen einfühlsam und kompetent zur Seite – in ganz Deutschland.
Die immaterielle Hilfe ist das wichtigste Element der Opferarbeit im Weißen Ring. Schon ein Telefongespräch, der Besuch am Krankenbett, das Finden der richtigen Unterstützungseinrichtung oder die Hilfe im Umgang mit Behörden können den Betroffenen wieder Mut und neue Hoffnung geben. Opfer einer Straftat sollen das Gefühl haben, nicht vergessen worden zu sein, lautet die Devise. Darüber hinaus gibt es auch materielle Unterstützung von dem Verein: Hilfeschecks für eine für das Opfer jeweils kostenlose Erstberatung frei wählbare anwaltliche und eine psychotraumatologische Erstberatung sowie für eine rechtsmedizinische Untersuchung. Auch die Übernahme von Anwaltskosten, insbesondere zur Wahrung von Opferschutzrechten im Strafverfahren und zur Durchsetzung von Ansprüchen nach dem Opferentschädigungsgesetz, ist möglich. Der Weiße Ring organisiert in bestimmten Fällen zudem Erholungsmaßnahmen für Opfer und ihre Familien in bestimmten Fällen und gewährt finanzielle Unterstützung zur Überbrückung tatbedingter Notlagen.
Mittlerweile hat der Weiße Ring mehr als 200.000 Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen geholfen und für Opferbetreuungsmaßnahmen einschließlich direkter materieller Hilfen bisher mehr als 142 Millionen Euro bereitgestellt.

Wiedergutmachung und Prävention

Besonders engagiert ist der Verein auch im Kampf für ein stärkeres gesellschaftliches Bewusstsein für die Situation der Geschädigten. Der Weiße Ring fordert von Politik, Justiz und Verwaltung die Verbesserung der rechtlichen und sozialen Situation von Kriminalitätsopfern und ihrer Angehörigen. So müsse eine gesetzliche Verankerung der Informationspflicht zu Opferrechten und Opferansprüchen erfolgen. Denn vielfach erfahren Betroffene erst durch den Weißen Ring von ihren Rechten, lediglich zehn Prozent stellen einen Antrag auf Opferentschädigung, und selbst Anwälten ist das 1976 eingeführte Opferentschädigungsgesetz teilweise unbekannt. Der Weiße Ring unterstützt auch den Vorbeugungsgedanken. So verbreitet er über Plakate, Videos, Vorträge und Broschüren diverse Themen der Kriminalitätsvorbeugung, gibt in Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen der Vorbeugung Tipps zum Schutz vor Kriminalität, beleuchtet Forschungsergebnisse und zeigt wichtige Adressen der Vorbeugung auf. Ende

WEISSER RING

Opfer-Telefon Deutschland: 116 006
Online-Beratung: http://weisser-ring.de/hilfe/onlineberatung

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