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Zoll-Auktion

„Drei, zwei, eins – meins!“ von Amts wegen

Vom getunten Sportwagen über den Mercedes Benz Unimog mit Schneefräse, Skulpturen und Münzsammlungen bis hin zum Polizeiboot – erstaunlich, was hier so alles rund um die Uhr ersteigert werden kann: Ein Blick auf das Onlineportal www.zoll-auktion.de lohnt immer. Täglich gibt es Schnäppchen, mitunter auch recht kuriose, die hier von Amts wegen unter den Hammer kommen und Erlöse für die Staatskasse erzielen.

Rund 4.000 Behörden aus der ganzen Bundesrepublik nehmen als Anbieter am virtuellen Auktionshaus der öffentlichen Hand teil. Ministerien des Bundes und der Länder, Bundesämter, Stadt- und Gemeindekassen, Bundes- und Landespolizeidienststellen, Staatsanwaltschaften, Wasser-und Schifffahrtsämter, Forstämter, viele Finanzämter sowie die Dienststellen der Zollverwaltung versteigern gepfändete, beschlagnahmte und ausgesonderte Artikel: Elektronik, Computer und Zubehör, Haushaltsgeräte, Kraftfahrzeuge, Behörden-Jahreswagen, sonstige Pkw, Nutzfahrzeuge, Anhänger, Kfz-Zubehör, Maschinen, Werkzeuge, Möbel, Sport- und Freizeitgeräte, Brillen, Teppiche, Bekleidung und sonstige Textilien, Schuhe, Stoffe, Schmuck, Uhren, Münzen, Briefmarken, Spirituosen, Parfüm, Kaffee und noch reichlich mehr findet sich auf dem Portal, dessen Funktionsprinzip dem eines großen US-Internetauktionshauses („Drei, zwei, eins – meins!“) sehr ähnlich ist.

Zur Sicherheit der Bieterinnen und Bieter beschreiben die teilnehmenden Dienststellen die angebotenen Gegenstände ausführlich. Daneben geben Fotos und bei hochwertigeren Gegenständen auch Gutachten Hinweise auf den Wert des angebotenen Artikels, und selbstverständlich zählen auch bei zoll-auktion.de Mindestgebot sowie Start- und Endzeitpunkt der Versteigerung zu den Informationsstandards. Interessenten, die als aktive Bieter an der Zoll-Auktion teilnehmen wollen, müssen sich online registrieren. Während der Auktion werden Bieter per E-Mail benachrichtigt, wenn sie überboten wurden oder den Zuschlag für einen Artikel erhalten haben. Ein weiterer Service der Zoll-Auktion ist ein elektronischer „Biet-Agent“, der automatisch bis zu einer vom Bieter zuvor festgelegten Höchstgrenze mitbietet. Nach Bezahlung können die ersteigerten Artikel dann bei den teilnehmenden Dienststellen abgeholt oder in den meisten Fällen auch zugesandt werden.

Technik und Support: Homemade by ITZBund

Technisch wird die Zoll-Auktion vom Informations-TechnikZentrum Bund (ITZ-Bund) aufgesetzt und betreut. Durch die konsequente Verwendung von OpenSource-Produkten und den Aufbau von eigenem Know-how zur Weiterentwicklung und Pflege der IT-Lösung kann der virtuelle Marktplatz von „Vater Staat“ unabhängig von Wartungsverträgen und Marktentwicklungen angeboten werden und steht damit als dauerhaft kostengünstige IT-Lösung zur Verfügung. Derzeit sind rund 330.000 Bieter und 3.380 verschiedene Anbieter registriert. Die durchschnittlich 1.750 täglichen Auktionen werden von etwa 5.300 registrierten Redakteurinnen und Redakteuren betreut, täglich kann die Zoll-Auktion durchschnittlich an die 850.000 Seitenaufrufe verbuchen. Die Qualitätssicherung und Freigabe der Daten erfolgt über die in Bad Hersfeld ansässige Redaktion der Zoll-Auktion, die im Organisationsbereich des Hauptzollamts Gießen liegt.

           

Mit dem virtuellen Auktionshaus hat sich so ein zeitgemäßer und effektiver Nachfolger für die zahlreichen Vorort-Versteigerungen etabliert, die früher bei der Bundeszollverwaltung durchgeführt wurden. Durch den wesentlich größeren Bieterkreis sind heute erheblich höhere Gebote möglich, und auch konventionell als unverwertbar geltende Sachen können versteigert werden. Es gibt keine zeitliche und örtliche Beschränkung mehr, so dass beschlagnahmte oder gepfändete Gegenstände wesentlich zeitnaher verwertet werden können als früher, so dass Lagerkosten eingespart und Betriebsmittel besser genutzt werden.

www.zoll-auktion.de Ende

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