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Kampagne für mehr Frauen in gewerkschaftlichen Führungspositionen

Frau, trau Dich!

Frauen fehlen in Führungspositionen – auch bei den Gewerkschaften. Zeit, etwas zu ändern! Die komba gewerkschaft hat deshalb im vergangenen Jahr die Testimonial-Kampagne „Frau, trau Dich!“ ins Leben gerufen. Vorgestellt werden führende komba-Frauen und ihr ganz persönlicher Weg ins gewerkschaftliche Spitzenamt. Das Ziel: Frauen motivieren, sich sowohl im Job als auch in ihrer Gewerkschaft mehr zuzutrauen und zu engagieren. „Zwar spielen viele Frauen mit dem Gedanken, eine höhere Position oder ein gewerkschaftliches Amt anzunehmen, doch häufig fällt die Entscheidung dann dagegen aus. Grund dafür ist, dass Frauen oft bezweifeln, dass sie noch eine weitere, verantwortungsvolle Herausforderung neben ihren Alltagsaufgaben stemmen können. Sie trauen es sich nicht zu und hinterfragen obendrein, ob ihre Fähig- und Fertigkeiten auch ausreichend sind. Und so bleibt es häufig nur bei einem Wunsch“, erklärt Elke Stirken, Vorsitzende des komba Ausschusses für Frauenpolitik und Gleichstellungsfragen und hauptberuflich Leiterin des Amtes für Schule und Kultur des Rhein-Kreis Neuss.

Interviews zum Werdegang sollen ermutigen

Interviews mit verschiedensten Mandatsträgerinnen, die in der komba gewerkschaft aktiv sind und über ihren Werdegang berichten, sollen andere Frauen ermutigen, sich ebenfalls gewerkschaftlich zu engagieren. Elke Stirken: „Uns ist aufgefallen, dass es im Jugendbereich der komba relativ viele Frauen in Führungspositionen gibt. Jedoch reduziert sich beim Übergang von der Jugend in den gewerkschaftlichen Erwachsenenbereich deren Anzahl dramatisch“ – aus verschiedensten Gründen, die die Interviews mit den Testimonials auf der Kampagnen-Seite im Internet aufgreifen und zeigen, dass Frauen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und in unterschiedlichen Phasen ihres Berufs- und Privatlebens Spaß an der Gewerkschaftsarbeit haben und obendrein dafür sorgen, dass die frauenpolitischen Belange Gehör finden und dauerhaft auf der Agenda der Gewerkschaft stehen.
Ein Testimonial der komba Kampagne ist Maria Schiemann, stellvertretende Bundesjugendvorsitzende der komba gewerkschaft. Ihr Interview gibt’s hier in ungekürzter Länge. Ende

Mehr zur komba Kampagne „Frau, trau Dich!“ gibt’s hier online.

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komba jugend-Vize Maria Schiemann:

„Gewerkschaftsarbeit bereichert mein Leben“

Wie bist Du zur komba gewerkschaft gekommen?

Maria Schiemann: Ich bin 2012 der komba beigetreten. Dabei war ich zunächst skeptisch, was die komba als Gewerkschaft für Beamtinnen und Beamten bewirken kann. Doch unser Personalratsvorsitzender und jetziger Landesvorsitzender der komba Schleswig-Holstein konnte mir dann die zahlreichen Vorteile in einem Gespräch aufzeigen.

Wie bist Du in Deine derzeitige Funktion gekommen?

Maria Schiemann: Den aktiven Einstieg habe ich dem Vertrauen einer Freundin zu verdanken. Auf dem Landesjugendtag 2014 in Schleswig-Holstein schlug sie mich spontan für die weitere Besetzung der Landesjugendleitung vor. Und ich habe mich getraut, diese Wahl anzunehmen. Seitdem konnte ich zahlreiche Einblicke in die Gewerkschaftsarbeit gewinnen. Ohne Vorerfahrungen hätte ich mir vermutlich auch nicht die Mitarbeit in der komba Bundesjugendleitung zugetraut. Allerdings wächst jeder mit seinen Aufgaben.

Wie bringst Du die Tätigkeit für die komba gewerkschaft in Deinem Leben unter?

Maria Schiemann: Neben meinem Privatleben, der Arbeit und dem häufigen Blick in den Terminkalender kann ich die Gewerkschaftsarbeit sehr gut integrieren. Sowohl mein Partner als auch meine Dienststelle unterstützen mich in meinem Ehrenamt. Dies erleichtert vieles ungemein. Mein voller Respekt gilt hier vor allem den Müttern und Vätern, die ebenfalls so aktiv sind und alles unter einen Hut bekommen.

Wie hat die Tätigkeit für die komba gewerkschaft Dein Leben verändert?

Maria Schiemann: Wo fange ich an und wo höre ich auf? Die ehrenamtliche Arbeit und die Mitgliedschaft haben mich nicht nur um viele schöne, erlebnisreiche Momente bereichert, sondern tragen auch zu meiner persönlichen Entwicklung bei. In der Zwischenzeit konnte ich vielfältige Kenntnisse, Wissen und Erfahrungen sammeln und konnte dies wiederum aktiv mit in die Gewerkschaftsarbeit einbringen. Ich habe darüber hinaus viele neue Menschen kennengelernt, wovon mich sehr viele inspirieren.

Was macht Dir daran besonders Spaß? Was ist Dir wichtig?

Maria Schiemann: Würde die ehrenamtliche Arbeit mir keinen Spaß machen, denke ich, würde ich mich auch nicht engagieren. Am meisten Spaß macht mir vor allem das „Netzwerken“ und die gemeinsame Erarbeitung von Ideen und Lösungen.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Maria Schiemann: Ich wünsche mir, dass insbesondere die Nachwuchskräfte erkennen, wie wichtig eine gemeinsame Interessenvertretung ist, und eben diesen Schritt wagen, sich aktiv mit einzubringen.

Würdest Du Dich noch einmal für diese Tätigkeit bzw. dieses Mandat entscheiden?

Maria Schiemann: Auf jeden Fall! Es bereichert mein Leben, und ich kann gleichzeitig zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst beitragen. Ende

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